Breite Life

Was für ein Vogel am Rhein

Auf der «Wenig-Wasser-Insel» vor dem Rhybadhysli konnte man diesen Sommer seltsame Gebilde entdecken. Mii Quartier fragte nach.

Von Indien nach Basel

Der dunkelhäutige Mann mit stolzer Postur beginnt sofort zu erzählen und zu erklären. Er sei ein sehr erfolgreicher Gastronom gewesen und glücklich in der Schweiz. Als seine Frau ihn verlassen habe, sei alles zusammengebrochen. Geld habe keine Bedeutung mehr für ihn, seine beiden Kinder und Yoga seien jetzt das Wichtigste. 

Der dankbarste Basler

Sein Domizil sei bei einer Basler Familie nahe am Rhein. Alle Menschen seien freundlich zu ihm und hier könne er seine kreative Ader ausleben. Seine Werke auf der Steininsel sind aus gesammeltem Material geschaffen und stellen einerseits den Basler Stab dar und andererseits religiöse Symbole aus Indien. Er mache diese Kreationen für seine beiden Kinder, die ihn ab und zu in Basel besuchen. Jeden Tag verändere er etwas daran. Ganz langsam und ruhig, denn wie er sagt: «In der Ruhe liegt die Kraft.»

Vogel oder vogelfrei?

Man könnte ihn als komischen Vogel bezeichnen aber auch vogelfrei würde sehr gut passen. Seine freundliche und motivierende Art ist etwas, das wir in unserer vereinsamten Welt mehr brauchen könnten. Übrigens freut er sich über alle, die ihn auf seine Skulpturen ansprechen! (mQ)