Ängste und Hoffnungen verbinden sich mit der neuen Buvette, die zu einem gemütlichen Ort werden könnte, wo man verweilt. Ängste und Hoffnungen verbinden sich mit der neuen Buvette, die zu einem gemütlichen Ort werden könnte, wo man verweilt.
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Buvette löst heftig Emotionen aus

Das Basler Bau- und Verkehrsdepartement lud Ende November Anwohner und Betroffene der geplanten Buvette am St. Alban-Rheinweg zu einem Informationsabend ins Restaurant Cibo ein. Die Emotionen kochten hoch.

Der NQV B-L begleitete das von der Stadt ausgerufene Auswahlverfahren von Beginn weg und konnte so Projekte, wie Pariser Glas-Metallhäuschen, nordländische Strandhütten oder einen Zirkuswagen als nicht ideal zurückweisen. Der Zuschlag an den Betreiber des Restaurant Cibo in der Weidengasse hat sehr viele Vorteile. Nebst der Nähe der Küche seines Restaurants kann er schnell auf wechselnde Wetterbedingungen reagieren. Zudem ist der Nachschub, je nach Kundenandrang, jederzeit gewährt. Francesco di Grazio musste viele Auflagen erfüllen, wie etwa zwei neue Toiletten einplanen sowie für Ordnung auf der Anlage und dem nahen Rheinbord sorgen. Zudem muss er viel Geld investieren. Seit 2017 steht das Konzept nun still. Acht Einsprachen verhinderten bisher das weitere Vorgehen.

Informationsabend

Wenn man grundsätzlich gegen eine Buvette ist, gibt es wohl keine Kompromisse. Wenn man die Idee und die Vorteile einer angestrebten Buvette sieht, müssen vielleicht noch Anpassungen vorgenommen werden, aber ein Konsens ist möglich. Die guten Erfahrungen am Birsköpfli, mit einem Betrieb der im Sommer vor Ort ist oder die Erfahrungen mit den Buvetten im Kleinbasel, die ein Polizist schilderte, zeigen, dass eine Buvette gar nicht so negativ sein muss.

So oder so gibt es ein Probejahr, um allenfalls Änderungen vorzunehmen oder den Betrieb gar einzustellen. Im Saal ging es jedenfalls bei der Diskussion sehr emotional zur Sache. Erfreulich, wenn man sich in unserem Quartier zusammen mit etwas Neuem auseinandersetzt. Einen Saal mitten in der Diskussion zu verlassen, ist dann aber weniger demokratisch.

«Die Lage ist schlecht, man habe keine Sicht», «Angst vor Lärm, Verkehr und Velos», «Würste fehlen auf der Speisekarte», «mehr Hundedreck», «Parkprobleme», «Dreck in der Nachbarschaft», «Einbrüche» und «Schattenseite» sind die schwergewichtigsten Argumente. Alle sind auf ihre Art berechtigt. Alles Neue löst aber Bedenken aus und trotzdem bewegen wir uns vorwärts.

Neuer gemütlicher Ort zum Verweilen

Unser geliebtes Rheinbord hat bis heute, ausser dem vollen Birsköpfli oder einer engen Bar im Rhybadhysli, keinen gemütlichen Ort, um ungezwungen ein Getränk oder einen kleinen Imbiss unter schattenspendenen Bäumen zu geniessen. An gemütlichen Holztischen den Joggern, Spaziergängern und den Schwimmern zuzusehen oder einfach mit Nachbarn ein gutes Gespräch zu beginnen ist doch wunderbar. Speziell in unserer Zeit, in der wir uns immer mehr isolieren.

Wie geht es weiter?

Klar, es sind erneut Einsprachen eingegangen und das laufende Verfahren wird zeigen, ob das 2018 mit oder ohne Buvette zu Ende gehen wird. Nutzen wir nun Alle, die betroffen sind, um uns während dem Sommer nochmals ein Bild zu machen. Besuchen wir die Alternativen Birsköpfli und Rhybadhysli – letzteres kommt übrigens auch nicht mit der geplanten Erweiterung vorwärts.

Beurteilen wir das Ganze nochmals unvoreingenommen und suchen vielleicht auch das Gespräch mit dem Betreiber des Restaurant Cibo? Er ist ganz sicher sehr offen dafür. Wenn dann doch eine Lösung gefunden wird, welche die meisten Interessen befriedigt, dann sind wir stolz auf das Miteinander in unserem bewegten Quartier.

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