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Wenn die Birs zum Surfmekka wird

Das Adrenalin steigt mit dem Hochwasser. Sobald die Birs unter der Redingbrücke einen hohen Wasserstand erreicht, sind die Wellenfreaks mit ihren Surfbrettern nicht mehr zu halten. Ausgerüstet mit einem Neoprensurfanzug geht es Barfuss Mal für Mal ins Wasser. Der Kick auf der Welle für ein paar Sekunden oder Minuten zu stehen und das Gefühl von Schweben zu geniessen, motiviert sie.

Florian Aeschimann ist einer von diesen Freaks. Normalerweise surft er in Spanien, Portugal oder Neuseeland. Sobald die Website der Feuerwehr Birsfelden einen hohen Wasserstand meldet zieht es ihn aber in die Birs. «Die Welle knapp in der Mitte der Birs ist optimal, um auch bei uns das Surffeeling zu haben.»
Auf die kühle Temperatur angesprochen meint Florian: «Kalte Hände, sonst geht es.» Frisch sieht er aber auch im Gesicht und an den Füssen aus. Einsteigen, ein paar Meter flussabwärts, nach der Redingbrücke, zwei bis drei Schwimmzüge gegen die Strömung und dann versucht er auf das Surfbrett zu kommen. Nach einem Sturz treibt ihn die Strömung rund 50 Meter Birsabwärts, bis er das Ufer erreicht. Dann wieder raus aus dem Wasser und ein neuer Versuch. «Das macht super Spass! Einzig die anschwemmenden Baumstämme sind ein Risiko, sonst ist es perfekt.» Die Zuschauer können übrigens bequem von der Redingbrücke die Birssurfer beobachten. Wann? Natürlich beim nächsten Hochwasser, und das kommt bestimmt.

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