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Auf die Polizei

Jährlich erhalten die Quartierorganisationen eine Einladung der Kantonspolizei für einen Neujahrsapéro. Dieser findet in den Räumlichkeiten der Polizeiwache Kannenfeld statt und erfreut sich grosser Beliebtheit.

Von echten Polizisten bedient zu werden, ist etwas ganz Besonderes. Auch aktuelle Informationen über die Polizeiarbeit, die gesteckten Ziele und die Prämierung «Courage» waren interessante Elemente. Der Anlass fand am 16. Januar 2019 statt – wir haben für Sie die wichtigsten Infos zusammengestellt.

Sozialdienst auf der Polizeiwache

Sechs Jahre lang war der Sozialdienst der Polizei hauptsächlich online erfolgreich. Seit 2019 ist dieser Dienst nun auf der Polizeiwache präsent. Meist wird dieser Einsatz aber nicht von der Polizei verursacht, sondern von ihr angefordert. Akute Lebenssituationen, Vernachlässigungen, Verarmung, Stalking oder häusliche Gewalt sind die hauptsächlichsten Gründe.

Mutige Baslerinnen und Basler

Der Ressortleiter der Community-Polizei Grossbasel, Herr Spaar, selber seit 34 Jahren bei der Polizei, prämierte mutige Baslerinnen und Basler. So sorgte beispielsweise Ende September 2018 ein Suizid vom Münster auf den Münsterplatz für geschockte Menschen, manche davon nahe an einem Zusammenbruch. Ein Dreierteam von der Münsterkirche handelte sofort und betreute diese Personen in der Kirche, bis die Rettungsdienste vor Ort waren.

Ebenfalls prämiert wurde eine Frau, die sich einem flüchtenden Räuber entgegenstellte und so dafür sorgte, dass er gefasst werden konnte; eine weitere Frau, die in einer Nachbarwohnung Seltsames bemerkte und dies der Polizei meldete (was zur Verhaftung eines Einbrechers führte) sowie ein Mann, der beim Rauchen auf dem Balkon zwei Einbrecher im Hinterhof entdeckte und die Polizei rief (was zur Verhaftung der Einbrecher führte). Alle diese Mutigen erklärten, dass sie spontan gehandelt hätten.

Iko stahl allen die Show

Als Überraschungsgast stahl Iko, der jüngste Basler Polizeihund, allen die Show. Der Deutsche Schäferhund war damals erst acht Wochen alt. Kann so etwas «Herziges» jemals einen Menschen fassen oder Drogen entdecken? Gerade deshalb war sein Besuch nur kurz – zu viele «Jös» sind für einen Polizeihund in Ausbildung nicht förderlich. Stolz zeigte sich übrigens auch sein Besitzer, der wahrlich Tierliebe ausstrahlte.

Auch erst wenige Wochen alt ist das neue Tesla-Patrouillenfahrzeug. Es löste genauso viel Freude aus. Ein erster Augenschein vor Ort, untermalt mit Erklärungen eines Spezialisten, beseitigte schnell negative Vorurteile. 

Eine zufriedene Polizei im Einsatz zu wissen, ist doch auch für uns Bevölkerung eine beruhigende Sache. Hoffentlich kommt wieder die Zeit, in der man mit Polizeibeamten ein nettes Plauderchen halten oder auch mal über einen Bussenzettel philosophieren konnte. (flu)